Erfolgreich Standzeiten verlängert und Produktionssicherheit verbessert

Planetengetriebe

rhenus FU 800 macht die Fertigung des Planetengetriebes Voith Vorecon sicherer. (Quelle: Voith)

Voith setzt auf Kühlschmierstoff und Fluidmanagement von Rhenus Lub

19.000 Mitarbeiter, 4,2 Milliarden Euro Umsatz und mit Standorten in über 60 Ländern weltweit präsent: Voith gehört zu den großen Familienunternehmen Europas. Am Standort Crailsheim sorgt der Bereich Voith Turbo mit der Entwicklung von Antriebskomponenten wie Getrieben und Kupplungen dafür, dass tagtäglich Millionen von Menschen, Gütern und Maschinen zuverlässig bewegt und Kräfte auch unter extremen Bedingungen in kontrollierte Bewegungen übertragen werden. Damit der Technologieführer mit seinen mehr als 150 Jahren Unternehmensgeschichte für seine Kunden aus den Branchen Energie, Bergbau und Automotive zukunftsorientiert fertigen kann, spielt auch der eingesetzte Kühlschmierstoff (KSS) eine wichtige Rolle.

Seit 2017 setzt Voith auf den KSS rhenus FU 800 von Rhenus Lub, der höchste Performance und bestmöglichen Gesundheitsschutz kombiniert. Zusammen mit einem ganzheitlichen Fluidmanagement der Schmierstoff-Experten sowie dem innovativen KSS-Echtzeitmesser „FluidSafe“ verhilft er dem Prozess zu noch besserer Stabilität und mehr Sicherheit.

Prozessverbesserung mit rhenus FU 800

Der Entscheidung, auf rhenus FU 800 zu setzen, ging eine intensive halbjährige Testphase voraus. Schon in den ersten Wochen überzeugte der KSS von Rhenus Lub die Fertigungsverantwortlichen bei Voith mit seiner guten Performance. Die Test- und Umstellungsphase eng begleitet hat Karl Augustin, Fertigungsleiter bei Voith Turbo in Crailsheim. Aufgrund seiner 14-jährigen Betriebszugehörigkeit und Tätigkeiten in der Robotertechnik, in der Maschinenbeschaffung, in der Konstruktion und als Sicherheitsingenieur besitzt er ein ausgeprägtes Verständnis für die spezifischen Fertigungsanforderungen im Unternehmen. Dass rhenus FU 800 zur Verbesserung beiträgt, war ihm schnell klar: „Mit dem neuen KSS läuft der Prozess sicher und ungeplante KSS-Wechsel sind bisher nicht aufgetreten.“ Für das Unternehmen, das mit einer großen Zentralanlage von etwa 30 Kubikmetern fertigt, an der viele Produktionsmaschinen angeschlossen sind, ist das ein massiver Vorteil. Ungeplante KSS-Wechsel würden hier zu enormen Zusatzkosten führen. „Natürlich ist der Wechsel zu einem neuen KSS gewöhnlich nicht ganz leicht“, weiß Augustin, „doch Rhenus Lub hat das mit seiner Expertise und dem technologischen Know-how gut hinbekommen. Gerade in der Startphase waren hier viele Servicemitarbeiter vor Ort und ermöglichten eine Umstellung ohne Stillstandzeiten in unserer Fertigung“.

Neben einem sicheren Prozess ist aber auch der Mitarbeiterschutz für das weltweit agierende Unternehmen wichtig, wie Karl Augustin auf den Punkt bringt: „Als Fertigungsleiter habe ich eine große Verantwortung gegenüber meinen Mitarbeitern. Mit rhenus FU 800 steht uns ein innovatives Produkt zur Verfügung, das unsere hohen Anforderungen in puncto Mitarbeiter- und Gesundheitsschutz sehr gut erfüllt. Der neue KSS verzichtet auf die bedenklichen Inhaltsstoffe Bor und Formaldehyd und ist damit aus gesundheitlicher Sicht uneingeschränkt einsetzbar. Dadurch, dass rhenus FU 800 schon jetzt weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, entspricht es dem, was wir von einem zukunftsweisenden Produkt erwarten“, so Augustin.

Experten im Fluidmanagement

Ein funktionierender Fluidprozess ist von weit mehr als nur dem passenden KSS abhängig. Auch das fachliche und technologische Wissen, um die den KSS-Prozess beeinflussenden Parameter sinnvoll zu erklären, zu analysieren und die richtigen Optimierungsmaßnahmen durchzuführen, ist mehr gefragt denn je. Voith hat mit Rhenus Lub dafür den richtigen Partner gefunden und das Fluidmanagement auch in die Hände des erfahrenen Schmierstoff-Spezialisten gegeben. Dazu ist täglich ein Mitarbeiter vor Ort im Einsatz, um unter anderem die gemessenen KSS-Werte bei Abweichung zu korrigieren sowie weitere abgestimmte Fluidarbeiten umzusetzen – immer mit dem Ziel der Stabilität und Kostenreduktion. Gleichsam übernimmt Rhenus Lub die Lagerhaltung und Disposition der vereinbarten Fluide. Regelmäßige Besuche von Projektingenieuren und Außendienstmitarbeitern flankieren das Fluidmanagement und tragen ebenso dazu bei, dass der Prozess bei Voith Turbo jederzeit sicher ist und sich das Unternehmen auf die eigentliche Wertschöpfung konzentrieren kann.

FluidSafe Messgerät

Mit dem KSS-Echtzeitmesser FluidSafe hat Voith die entscheidenden
Parameter permanent im Blick

FluidSafe sorgt für permanent stabile Kühlschmierstoffe

Einen echten Mehrwert für Voith innerhalb des Fluidmanagements bildet das von Rhenus Lub entwickelte FluidSafe, ein innovatives Gerät zur Echtzeitmessung der wichtigsten KSS-Parameter. Neben der Leitfähigkeit, dem pH-Wert und der Konzentration misst das Tool auch rund um die Uhr den Bakteriengehalt des Kühlschmierstoffs – ein Merkmal, das für Voith in der Produktion besonders wichtig ist. Die kontinuierliche Auswertung ist ein entscheidender Vorteil, wie Jörg Kummerow, Vertriebsleiter für Deutschland Süd bei Rhenus Lub, weiß: „Mit dem FluidSafe bieten wir Voith eine ständige KSS-Dokumentation, in der der tägliche Schwankungsverlauf des Fluids inklusive Bakterienmessung völlig transparent eingesehen werden kann.“ Die moderne Technologie unterstützt dabei, einen niedrigeren Schwankungsverlauf der wesentlichen KSS-Werte herzustellen. Das führt wiederum zu mehr Prozesssicherheit und letztendlich durch weniger Verschwendung zu geringeren Prozesskosten. „Oftmals löst die Dauerdokumentation vom FluidSafe bei Kunden einen Aha-Effekt aus, da sie durch die veränderten KSS-Messwerte auch kleine Veränderungen an den Maschinen viel besser verstehen und erklären können“, berichtet Kummerow.

Im Gespräch

Rhenus Lub Gebietsleiter Armin Alic (links) im Gespräch mit Karl Augustin:
„Verbesserungen bereits sichtbar.“ 

Enger Austausch kennzeichnet Partnerschaft

Voith Turbo und Rhenus Lub pflegen einen engen Austausch. Dabei sorgt der Schmierstoffhersteller durch konkrete Lösungsvorschläge dafür, dass der Prozess effizienter wird. Gerade zum gemeinsamen Start im vergangenen Jahr ging es darum, Erkenntnisse über die kundenspezifischen Abläufe zu erlangen und durch Know-how das notwendige Vertrauen zu gewinnen. Das bestätigt auch Karl Augustin: „Das persönliche und gleichzeitig souveräne Auftreten von Rhenus Lub ist uns sehr wichtig. Unsere Ansprechpartner wissen genau, wovon sie sprechen und haben den Fluidprozess absolut im Griff. In der Vergangenheit war es üblich, dass ich bei Problemen selbst aktiv werden musste. Das hat mir kostbare Zeit geraubt. Durch das jetzige Fluidmanagement von Rhenus Lub laufen die Prozesse noch sicherer und stabiler. Sie kümmern sich um den KSS und ich muss mir keine Gedanken machen, ob mit dem Kühlschmierstoff alles in Ordnung ist. Dadurch habe ich endlich mehr Freiräume, meine eigentlichen Aufgaben als Fertigungsleiter wahrzunehmen.“

Verbesserungen bereits sichtbar

Voith hat mit rhenus FU 800 schon jetzt eine wesentliche Verbesserung der Standzeit erlangt. Bei dem bisher eingesetzten Kühlschmierstoff musste zum Teil schon nach neun Monaten ein Teilaustausch und nach zwölf Monaten ein kompletter Austausch mit umfangreicher Reinigung erfolgen. Aktuell ist der Kühlschmierstoff von Rhenus Lub 18 Monate in der Anlage und der Reinigungsaufwand hat sich stark reduziert.

Zusammen mit der Technik und dem Know-how von Rhenus Lub spart das Fertigungsunternehmen nicht nur Kosten ein, sondern hebt auch die Prozesssicherheit auf ein ganz neues Niveau. Besonders die Bakterienentwicklung stellt für Voith keine Herausforderung mehr dar. Damit kann sich das Unternehmen weiterhin auf das konzentrieren, was es am besten kann: innovative Antriebskomponenten fertigen.

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