In modernen Metallverarbeitungsindustrien sind längst nicht mehr nur funktionsfähige Werkzeuge und Maschinen grundlegende Bestandteile des Fertigungsprozesses. Auch Kühlschmierstoffe gehören zu erfolgreicher Produktion dazu. Die Herausforderung dabei: Fluide müssen sich für höchste Prozesssicherheit und maximale Leistung dauerhaft in einem einwandfreien Zustand befinden.

Warum permanente Kühlschmierstoff-Kontrolle ein Muss ist

Der beste Weg, um die anhaltende Funktionsfähigkeit eines Kühlschmierstoffs zu gewährleisten, ist die direkte und dauerhafte Überwachung entscheidender Parameter. Werden wichtige Parameter des KSS nicht kontrolliert oder Abweichungen vom Idealzustand zu spät erkannt, sind Negativfolgen wie eine verminderte Werkstückqualität oder schlimmstenfalls sogar Komplettstillstände vorprogrammiert. Trotz dieser bekannten Probleme haben noch nicht alle Unternehmen die permanente KSS-Kontrolle für sich entdeckt und erhalten durch unzureichende Kontrollmechanismen einen massiven Unsicherheitsfaktor im Bearbeitungsprozess aufrecht.

schaubild-einflussfaktorenBesonders die Keimbelastung hat wesentlichen Anteil daran, ob ein Kühlschmierstoff seine Leistung abrufen kann oder Qualitätsbeeinträchtigungen vorliegen. Um Aussagen über die Keimbelastung treffen zu können, wird häufig noch immer die herkömmliche Dip Slide Messung genutzt. Doch die Nachteile dieser Methode beeinflussen die Performance des KSS. Zum einen sind es ungenaue Ergebnisse, zum anderen relativ lange Auswertungszeiträume (häufig vergehen bis zu 48 Stunden bis zum Erhalt der Daten), die problematisch sein können. Beide Faktoren erschweren es, Gegenmaßnahmen und Korrekturen rechtzeitig einzuleiten, um den bestmöglichen Zustand des KSS aufrechtzuerhalten oder ein gänzliches Kippen des Kühlschmierstoffs zu verhindern – das Worst Case Szenario, das es unbedingt und mit hundertprozentiger Sicherheit zu verhindern gilt.

Risiken beim Kühlschmierstoff effektiv ausschließenFluidSafe

Mit dem FluidSafe LubControlSystem von Rhenus Lub vertrauen Kunden aus der metallverarbeitenden Industrie, wie beispielsweise Automobilzulieferer, auf ein System, das aktives KSS-Management in Echtzeit ermöglicht und den Unsicherheitsfaktor KSS in eine konstante und damit stets planbare Größe umwandelt. Direkt an der Zentralanlage installiert, überprüft das innovative Gerät nicht nur den wichtigen Bakteriengehalt der eingesetzten Emulsion, sondern zeigt übersichtlich die aktuellen Werte der Konzentration, des pH-Werts und der Leitfähigkeit an – also die Parameter, die über Qualität und Stabilität des KSS maßgeblich mitentscheiden.

Die Messung erfolgt automatisiert ohne Verzögerung und lässt somit unmittelbare Korrekturen zu – eine zentrale Voraussetzung, um Kühlschmierstoff im gesamten Bearbeitungsprozess als Fehlerursache auszuschließen und die Fertigung nicht nur sicherer, sondern vor allem ökonomischer zu gestalten. Messdaten werden dabei direkt an der an der Zentralanlage angeschlossenen Maschine angezeigt sowie ganz im Sinne von Industrie 4.0 auf den Arbeitscomputer übertragen. Das ermöglicht Kunden eine flexible und standortunabhängige Auswertung und verbessert insgesamt den durch die Zentralanlage gesteuerten Fluidprozess.

Der FluidSafe Moment

„Für verantwortliche Maschinenbediener ist es mit FluidSafe möglich, sogar kleinste Schwankungen beim KSS sofort zu sehen und darauf zu reagieren. Das nennen wir den FluidSafe Moment – die Erkenntnis, keine Sorgen mehr vor bösen Überraschungen zu haben. Doch diese Zuverlässigkeit ist nicht der einzige Vorteil. FluidSafe hilft ganz konkret, den Kühlschmierstoff in geringeren Toleranzbereichen arbeiten zu lassen. Das spart Kosten, da sich der KSS-Verbrauch um bis zu zehn Prozent reduziert, weniger Additive und Stellmittel benötigt werden, sich Standzeiten verlängern und gleichzeitig Ausschüsse verringert werden“, so Meinhard Kiehl, Direktor Marketing, Produktmanagement.

Dipl. Ing. Meinhard Kiehl
Direktor Marketing und
Produktmanagement

Telefon +49 2161 5869-84
kiehl@rhenusweb.de

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