Umweltfreundlicher Strom aus Windenergie ist eine der wichtigsten Säulen bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2025 sollen bereits rund 25 Prozent des heutigen Stromverbrauchs aus Windkraft gedeckt werden. Die Investition in Bau und Betrieb der milliardenschweren Windenergieparks muss sich für Hersteller, Stromlieferanten und Investoren jedoch langfristig bezahlt machen. Damit wird die wirtschaftliche und sichere Fertigung von Windkraftanlagen zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Wie das richtige Fluid Management bereits bei der Herstellung von Generatoren, Getrieben, Rotorwellen und sonstigen Komponenten für die Windenergiebranche einen Beitrag leisten kann, zeigt das folgende Praxisbeispiel.

Windenergie-Experten steigern ihre Wirtschaftlichkeit

Kunden aus der Windenergiebranche setzen in ihrer Fertigung vermehrt auf wassermischbare, anwenderfreundliche Kühlschmierstoffe wie beispielsweise rhenus TS 20 und rhenus FS 760 von Rhenus Lub. Diese Kühlschmierstoffe zeichnen sich durch ein hohes technisches Leistungsvermögen beim Schleifen und der spanabhebenden Bearbeitung aus. Dank ihrer hohen Stabilität und geringen Austragungsverluste ermöglichen sie niedrige Nachsatzraten.

Um die Wirtschaftlichkeit ihrer Produktionsprozesse zusätzlich zu steigern, gehen innovationsorientierte Unternehmen der Erneuerbaren Energien jedoch noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie vertrauen bei der Steuerung aller kühlschmierstoffrelevanten Faktoren auf die ganzheitliche Prozessbetrachtung und -optimierung von Rhenus Lub, das rhenus lubrineering. Im Rahmen des fortschrittlichen Fluid Managements kombiniert Rhenus Lub seine modernen Produkte (lubricants) mit hoch spezialisiertem Prozesswissen (engineering) und unterzieht die gesamte Fertigung einer kontinuierlichen Optimierung. Grundlage hierfür ist eine umfassende Analyse auf Basis einer einzigartigen Kennziffernsystematik.

Kennziffern als Erfolgsgeheimnis

Aus bis zu 20 Kennziffern, die rund um den Einsatz von Fluiden identifiziert wurden und die individuellen Verbrauchs- und Leistungsdaten transparent machen, wählt Rhenus Lub diejenigen Parameter aus, die relevant für die Senkung von Stückkosten und die Steigerung der Ausbringung sind. Experten durchleuchten den gesamten individuellen Bearbeitungsprozess, ermitteln den Kühlschmierstoff-Neuansatz, kalkulieren die entstehenden Kosten und errechnen den Aufwand für Pflege und Nachfüllungen. Auf dieser Basis stellen sie präzise den Anteil aller Kühlschmierstoff-spezifischen Kosten an den Bearbeitungskosten fest – bis hinunter auf die Ebene einzelner Werkstücke.

Die Erfahrung zeigt: Fluide und ihr Einsatz machen rund 18 Prozent aller Fertigungskosten in der Metall bearbeitenden Industrie aus. Dabei entfällt mit 80 bis sogar 95 Prozent ein Großteil der Fluidkosten auf Nachfüllungen oder Nachjustierungen während der gesamten Betriebsdauer. Neubefüllung und Kühlschmierstoffwechsel machen hingegen rund fünf bis 20 Prozent der Gesamtkosten aus.

Geringere Entsorgungsmenge spart bares Geld

Neben dem Einstandspreis müssen auch Faktoren wie Entsorgung, Filtertechnik, Recycling oder Rückgewinnung einkalkuliert werden, da sie von Kühlschmierstoffen maßgeblich beeinflusst werden. In einem konkreten Anwendungsfall durchleuchteten die Spezialisten von Rhenus Lub in enger Abstimmung mit dem Kunden die Verbrauchs- und Entsorgungsmengen des Windkraft-Spezialisten und optimierten diese nach und nach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durch den Dreh der richtigen Stellschrauben wurde die Entsorgungsmenge um mehr als ein Drittel reduziert – das spart unterm Strich Entsorgungs- und Recyclingkosten ein.

Ein weiteres ernstzunehmendes Problem innerhalb der Fertigung wurde ebenfalls im Rahmen des umfassenden Fluid Managements gelöst: Durch Defekte kam es im laufenden Produktionsprozess immer wieder zu Leckagen an den Maschinen. Diese spürten die Schmierstoffexperten auf und behoben sie. So konnte der allgemeine Zustand der Bearbeitungsmaschinen nachhaltig verbessert und die gesamte Fertigung insgesamt sicherer und wirtschaftlicher gestaltet werden.

Erfahrung gibt Sicherheit

Für viele Kunden sind Veränderungen laufender Produktionsprozesse vergleichbar mit der „Operation am offenen Herzen“ – ein sehr sensibler Vorgang. Daher legt das rhenus lubrineering-Team aus Mönchengladbach in enger Abstimmung mit den Anwendern bereits im Vorfeld der Prozessoptimierung realistische Teilziele fest. „Dank der Erfahrung aus mehr als 60 erfolgreichen rhenus lubrineering-Projekten wissen wir: Gerade die Kombination qualitativ hochwertiger Kühlschmierstoffe mit einem ausgeklügelten Fluid Management ist oft der Schlüssel zu wertvollen Optimierungsmöglichkeiten“, erklärt Björn Linevondeberg, Produktmanager rhenus lubrineering bei Rhenus Lub. „Aber das Wichtigste: Wir können unseren Kunden schon vor der Umstellung auf rhenus lubrineering verbindlich sagen, wieviel sie am Ende tatsächlich einsparen.“