Neue Technologie für bessere Kühlschmierstoffe

Damit Kunden auf die perfekt geeigneten Kühlschmierstoffe von Rhenus Lub vertrauen können, investieren wir überdurchschnittlich in Forschung & Entwicklung und halten als Innovationsführer gerade neue Technologien im Blick. Besonders zukunftsträchtig ist das aktuelle Forschungsprojekt zu Körperschallmessungen, das in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Steuerung, Regelung und Systemdynamik“ der Universität Duisburg-Essen erforscht wird. Das Vorhaben: Um Kühlschmierstoffe weiter zu differenzieren und für den spezifischen Kundeneinsatz noch besser zu qualifizieren, werden etablierte Drehmomentmessungen mit Körperschallmessungen erweitert.

Körperschallmessung verspricht gewinnbringenden Einsatz

Das innovative Forschungsprojekt wird dabei von Anna Lena Demmerling, F&E Kühlschmierstoffe bei Rhenus Lub, im Rahmen ihrer berufsbegleitenden Promotion bearbeitet und verdeutlicht auch den Stellenwert, den Rhenus Lub seiner Forschungs- und Talentförderung beimisst. Der Lehrstuhl unter Leitung von Prof. Dirk Söffker ist dabei der ideale Partner für das Projekt, denn er ist bereits intensiv auf dem Gebiet der echtzeitfähigen Überwachungsstrategien mit Körperschall tätig.

Digital-Oszilloskop

Digital-Oszilloskop: zukunftsweisende Technologien in der Kühlschmierstoff-Forschung

Was verbirgt sich hinter Körperschallmessungen?

Bei diesen Tests werden die von tribologischen Kontakten (beispielsweise zwischen Werkzeug und Werkstück) ausgehenden Signale aufgenommen und ausgewertet. Der Schall wird bei dem Test kontinuierlich durch den metallischen Körper geleitet und verändert sich hinsichtlich Amplitude oder Frequenz. Kommt es zu Veränderungen im Kontakt zwischen Reibpartnern, etwa durch Verlust des Schmierfilms oder erhöhten Verschleiß, kann das anhand der ausgewerteten Körperschall-Signale erkannt werden und für die KSS-Qualifizierung wertvollen Input liefern.

Anna Lena Demmerling, F&E Kühlschmierstoffe bei Rhenus Lub, erforscht gemeinsam mit Prof. Dirk Söffker vom Lehrstuhl „Steuerung, Regelung und Systemdynamik“ der Universität Duisburg-Essen die Kühlschmierstoff-Qualifizierung mit Körperschall.

Auswertungs-Know-how entscheidend

Um die Ergebnisse gewinnbringend nutzen zu können, liegt die besondere Herausforderung in der Auswertung und richtigen Analyse der Messungen. „Das dafür notwendige Know-how wollen wir bei Rhenus Lub innerhalb des Forschungsprojekts intensivieren und weiter ausbauen“, erklärt Anna Lena Demmerling und fügt hinzu: „Damit entwickeln wir eine Messmethode, die die etablierten Labortests wie beispielsweise die Drehmomentmessung im Tapping-Torque-Test ergänzt und die KSS-Eignung besonders in Hinblick auf den Kundeneinsatz nochmals auf ein neues Qualitätslevel hebt“.

Zukünftig noch qualifiziertere rhenus Kühlschmierstoffe

Erste Versuche im gemeinsamen Projekt wurden bereits erfolgreich abgeschlossen und stimmen Verantwortliche wie Dr. Udo Quotschalla, Leiter F&E, Qualitätskontrolle bei Rhenus Lub, sehr optimistisch: „Diese zukunftsfähige Technologie hilft uns, tribologische Hintergründe bei Zerspanungs- und Umformungsoperationen tiefgreifender zu verstehen und die Zusammensetzung unserer Hochleistungskühlschmierstoffe hinsichtlich Additiven und weiterer Bestandteile darauf passgenau abzustimmen. Das bedeutet, dass wir somit unseren Kunden noch bessere Produktempfehlungen aussprechen können, wodurch sie längere Standzeiten und einen höheren Werkstück-Output realisieren können.“

Derzeit laufen weitere Tests, der Abschluss des Forschungsprojekts wird auf Sommer 2019 geschätzt.

Udo QuotschallaDr. Udo Quotschalla
Leiter F&E, Qualitätskontrolle

Telefon +49 2161 5869-347
Udo.Quotschalla@rhenusweb.de

Artikel herunterladen
2018-01-05T11:44:33+00:00 Featured Posts, Forschung & Entwicklung|